Vertreten wird der Deutsche Pinscher durch den Pinscher und Schnauzer Klub (PSK) in Deutschland.
Daneben haben sich Deutsche Pinscher Züchter und Interessierte in der PI (Pinscher Initative) zusammen getan. Schon seit 13 Jahren trifft man sich regelmäßig einmal im Jahr. Ziel dieser Initative ist es sich über deb Stand der Deutschen Pinscher zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und wenn sinnvoll und möglich gemeinsame Ziele und Maßnahmen zu besprechen, festzulegen und umzusetzen. Die Gesunderhaltung des Deutschen Pinscher steht in der PI an erster Stelle. Züchter aus anderen europäischen Ländern nehmen auch regelmäßig an diesen Treffen teil. So hat sich diese Initative als wichtiges Element für Aspeckte der Zucht bei den Deutschen Pinscher entwickelt. Maßgeblich ist natürlich der PSK für die notwendigen Zuchtvoraussetzungen der Hunde als Rassehundeverein verantwortlich. Allen Züchtern, die darüber hinaus notwendige Maßnahmen in ihrer Zucht umsetzen (wie z.B. Untersuchung auf erbliche Augenkrankheiten), muß man Dank sagen für diese Anstrengungen, die immer auch finanziellen Aufwand bedeutet.
Geschichte/Herkunft
Der Deutsche Pinscher repräsentiert eine sehr alte deutsche Hunderasse, die bereits 1880 im „Deutschen Hundestammbuch“ erwähnt wurde. Er hat die gleichen Vorfahren wie der Schnauzer. Der glatthaarige Pinscher unterschied sich von Anfang an durch seine Farbe und das kurze Haarkleid von den Rauhaarigen. Heute gibt es den Deutschen Pinscher in schwarz-rot oder einfarbig hirschrot. Werner Jung ist es zu verdanken, das der Deutsche Pinscher nicht ausgestorben ist. 1957 hat er mit 5 Stammhunden die Zucht wieder aufgenommen. Trotz der kleinen Welpenzahlen (2004 246 Welpen) ist sie eine gesunde Hunderasse.
Leider gibt es immer noch Länder (nicht der FCI angeschlossen), die die blauen- und isabelfärbigen Pinscher züchten, hier muß man England und die USA erwähnen. Heute wissen wir, das diese Fehl-Farben durch ein Gendefekt hervorgerufen werden. Diese Hunde leiden fast immer an Hautproblemen. In Deutschland tretten diese Farbschläge fast nie auf, und das ist den verantwortungsbewußsten Züchtern zu verdanken.
Verwendung
Der Deutsche Pinscher ist durch seine Größe und sein Kurzhaar ein sehr angenehmer Familien-, Wach- und Begleithund. Durch sein temperamentvolles Wesen ist er ein idealer Sportkamerad im Hundesport und ein guter Freizeitpartner. Manche Hunde zeigen auch einen Jagdtrieb, den man schon in frühen Monaten einschränken muß. Erfahrene Ausbilder können dabei helfen!
Standart
Der Deutsche Pinscher ist glatthaarig, mittelgroß, schnittig und fließend in den Umrisslinien, von elegantem, quadratischen Körperbau. Er ist kräftig wie der Schnauzer. Seine gut entwickelten Muskeln wird besonders in der Bewegung wegen seines Kurzhaares deutlich sichtbar. Im Verhältnis von der Länge zu Höhe soll das Gebäude möglichst quadratisch erscheinen. Der Kopf ist kräftig und langgestreckt, ohne stark hervortretendes Hinterhauptbein. Der Deutsche Pinscher ist ein Traber. Der Rücken bleibt in der Bewegung fest und relativ ruhig. Der Ablauf der Bewegung ist harmonisch, sicher, kraftvoll und ungehemmt, bei guter Schrittweite. Typisch für den Trab ist ein raumgreifender und flüssiger Bewegungsablauf mit kräftigem Schub. Das Haarkleid ist kurz und dicht, glatt anliegend und glänzend.. Die Nasenkuppe ist gut ausgebildet und stets schwarz. Das vollständige Scherengebiss hat 42 Zähne, ist kräftig, gut schließend und reinweiß. Die Lefzen sind schwarz, fest und glatt an den Kiefern anliegend. Die Klappohren sind hochangesetzt, V-förmig, die Ohrinnenkante am Kopf anliegend und nach vorne gedreht in Richtung Schläfe. Die Augen sind dunkel, oval mit schwarz pigmentierten, gut anliegenden Liedern.
Eigenschaften/Besonderheiten
Die Wesenszüge des Deutschen Pinschers sind viel Temperament, Aufmerksamkeit, Ausbildungsfähigkeit, gutartiger Charakter mit viel Spiellust, Anhänglichkeit zum Herrn und unbestechliche Wachsamkeit, ohne ein Kläffer zu sein. Er ist selbstsicher und ausgeglichen, gepaart mit Klugheit und großer Ausdauer, was ihn zu einem angenehmen Familien-, Wach-und Begleithund macht. Durch seine Größe und sein glattes, pflegeleichtes Kurzhaar ist der Deutschen Pinschers in der Wohnung sehr gut zu halten und im Freien ein robuster „Allwetterkerl“. Der Betätigungsdrang des Deutschen Pinschers verführt jeden Besitzer, sich immer wieder mit dem Hund zu beschäftigen, ob zum Spazieren gehen, Spielen oder zum Sport treiben. Wußten Sie, das der Rüde immer liebevoller zu seinem Frauchen ist, als eine Hündin?
Amy und Adele
Die Eigenschaften und das Wesen werden auch geprägt durch folgende Umstände: Wo kommt der Welpe her; Zwingeraufzucht oder Hausaufzucht. Wie wächst der Pinscher auf; Zwinger (nicht geeignet), als Mitglied der Familie, als einzel Hund oder sind schon andere Hunde im Haus. Erziehung; nur im Haus, Hundeschulen. Welche Erfahrung hat man selber mit Hunden. Selbst die Ernährung spielt hier eine nicht unwesentliche Rolle. Nutzen Sie die Möglichkeit sich mit DP Züchter zu unterhalten und diese nach dem DP zu befragen. Hier werden Sie Unterschiede feststellen und dann sollten Sie sich entscheiden für welche Zuchtlinie Sie sich entscheiden wollen. Immer daran denken, das Papier, das geschriebene Wort muß sich in den Hunden wiederspiegeln.
Etwas zur Welpenerziehung
Es ist leider, wie so vieles, was den Hund betrifft, ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Erziehung eines Hundes nicht vor dem sechsten oder zwölften Lebensmonat beginnen sollte. Es wäre das Gleiche, wenn wir Menschen bei unseren Kindern erst im Alter von 16 bis 21 mit der Erziehung beginnen würden. Die Welpenzeit ist die wichtigste Zeit im Leben eines Hundes, sie wird als Sozialisierungs- und Prägephase bezeichnet, in der der Hund am schnellsten und am effektivsten lernt. Wir Menschen sollten in dieser Zeit, in der der Grundstock für das spätere Verhalten gelegt wird, besonders verantwortungsvoll mit dem neuen Familienmitglied umgehen. Dabei geht es keineswegs nur darum, dass der Hund Kommandos wie "Sitz" und Platz" kennt und beherrscht - es soll zwischen Halter und Hund ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden, so dass beide ein echtes Team werden. Suchen Sie sich einen Hundeverein in ihrer Nähe (Für Pinscher wäre eine Ortsgruppe des Pinscher Schnauzer Vereins sinnvoll, es geht auch ein anderer Verein), der Welpenkurse anbietet.
Adele
Die ersten Lebenswochen sind für die Entwicklung eines Hundes besonders wichtig, sie prägen sein ganzes Leben. Zwischen der achten und 16. Woche lernt er zum Beispiel soziales Verhalten, Geschicklichkeit und Sicherheit in seinen Bewegungsabläufen. Parallel zum Spiel der Welpen sollte auch die Früherziehung der kleinen Vierbeiner beginnen. Alles, was Welpen zwischen der dritten und der zwölften bis 16. Lebenswoche erfahren und lernen, ist beinahe unauslöschlich. Die Erziehung muss aus diesem Grund zielorientiert und konsequent erfolgen.
Ab der achten Woche kann begonnen werden, dem Hund Stubenreinheit beizubringen. Außerdem sollte er lernen, nicht mehr an den Händen, Armen oder der Kleidung seiner Menschen zu knabbern. Denn das ist kein Spieltrieb, sondern seine Art festzustellen, wie weit er die "Rudelgenossen" dominieren kann. Nicht zuletzt muss der Hund Vertrauen zu seinem Besitzer entwickeln. Nur so lässt er sich zum Beispiel später helfen, wenn ein Stöckchen sich im Fang verklemmt hat oder er nach Zecken untersucht werden muss.
Auch die Ausbildung zum Gehorsam beginnt in den ersten Wochen. Die Befehle "Sitz!" und "Platz!" sollen anfangs spielerisch beigebracht, aber noch nicht korrigiert werden. Der Hund muss sich erst daran gewöhnen, etwas auf Befehl auszuführen. Leine und Halsband sollten möglichst früh angelegt werden. Das Ziel hierbei: dem Welpen Selbstvertrauen an der Leine zu geben, nicht aber das "Bei-Fuss-Gehen".
Sitt und Yra
Ein paar allgemeine Tipps:
Stubenreinheit
Als erstes muss der Welpe lernen, sein Geschäft außerhalb der Wohnung zu verrichten. Tragen sie ihn generell nach jedem Schläfchen durch die selbe Tür ins Freie und setzen ihn auf den gewählten Löseplatz. Beim Hochheben eine Hand unter die Brust des Welpen schieben, die andere unter sein Hinterteil, bei Rüden nicht die Hoden eindrücken, Loben und streicheln sie den kleinen ausgiebig wenn er sich draußen gelöst hat. So lernt er binnen 14 Tagen stubenrein zu sein.
Bedürfnisse ankündigen: Wenn Ihr Welpe mal muss, wird er unruhig läuft zur Tür oder sitzt abwartend davor, schnüffelt mit der Nase am Boden und läuft im Kreis.Wenn mal was daneben geht: Im nachhinein bestrafen bringt überhaupt nichts. Passiert es in Ihrer Gegenwart schimpfen sie, nehmen sie ihn und tragen ihn raus auf seinen Platz.
Nein, Pfui oder Aus
Bei diesem Hörzeichen soll der Hund etwas, was er gerade tut sofort unterlassen. Sprechen sie diese Befehle in einem drohenden Ton aus. Hilft das nicht greifen sie den Welpen blitzschnell und hart im Nackenfell. Dabei darf er ruhig auch mal etwas jaulen. Der Blitzschnelle Griff muss für den Welpen wie ein Biss in den Nacken wirken.
Etwas aus dem Maulnehmen: Mit einer Hand von oben fest über den Fang des Hundes greifen, mit den Fingern die Lefzen gegen die Zähne drücken und drohend AUS sagen bis er den Gegenstand fallen lässt. Dann loben und Belohnen.
Wer liebevoll und konsequent seinen Hund ausbildet (erzieht), kann sich auf einen treuen Partner freuen.
Leinenführigkeit
Halsband: Gewöhnen sie den Welpen gleich ans Halsband. Legen sie es ihm zunächst beim Spielen an damit er es mit etwas schönem in Verbindung bringt und sich daran gewöhnt.
Leine: Über sie steuern sie den Hund. Halten sie die Leine rechts in der Hand, während der Welpe links von Ihnen geht. Zunächst lernt er den Bereich der 2 – 3 Meter langen Leine einzuschätzen. Jedes Mal bevor er die Leine strafft und zu ziehen beginnt drehen sie sich abrupt um und gehen, ohne auf den Hund zu achten, solange in die entgegengesetzte Richtung bis der Hund an der Lockere Leine wieder neben Ihnen geht. Jetzt gehen sie wieder in die vorherige Richtung. So lernt er sich nach ihnen zu richten.
Das Kommando Komm
In verkehrssicheren Gegenden können sie den Welpen frei laufen lassen. Hier nützen sie die anfängliche Unsicherheit des Welpen aus und zeigen ihm, dass er sich nicht weiter als 10 m von Ihnen entfernen soll. Wenn er ab dieser Entfernung auf das Rufen seines Namen oder das Kommando Komm nicht sofort zu Ihnen läuft, verstecken Sie sich oder gehen in die entgegengesetzte Richtung. ( Klappt nicht bei jedem meiner ist einfach alleine weiter gegangen, war sowieso ein temperamentsbündel )
Sitz und Lauf; Der angeleinte Hund (am besten 1 m Leine) steht links neben Ihnen. In der Rechten Hand haben sie Leine und Belohnung, das sie so über seinen Kopf halten, dass er nach oben schauen muss. Geben sie das Hörzeichen Sitz während der Welpe sich, um die Belohnung zu erreichen von selbst hin sitzt. Wenn der Hund sitzt geben sie es ihm und loben ihn. Nach einigen Sekunden bekommt er das Hörzeichen Lauf und darf nun mit ihnen wieder herumtollen. Üben sie regelmäßig, bis die Übung nur mit Hörzeichen klappt.
Amy
Üben sie nie zu lange sonst verliert der Hund die Lust am Lernen!!!!!!!!
Allgemeine Ziele bei der Welpenausbildung:
Sozialisierung der Welpen untereinander (Fortführung der Sozialisierung im Wurf), Intensivierung der Hundeführer(in)-Hund-Beziehung, Gewöhnung an die Umwelt, Bereicherung des Erfahrungshorizontes (Gewöhnung an die "technische" Umwelt), Erziehung zum korrekten Verhalten des Hundes gegenüber fremden Menschen.
Vermittlung von Einzelverhaltensweisen: Gleichgültigkeit gegenüber Berührungen, Spielfähigkeit von Hundeführer(in) und Hund, Leinenführigkeit, Sitz, Platz, Bleib, Komm, Ablegen.